Veranstaltungen 2018 / 2019

 

Altenburg Akademie für strukturelle Traumafolgestörungen Altenburg GbR

Renate Hochauf

Wochenendseminar: „Vorgeburtliche und Geburtstraumata als möglicher Kernfokus therapeutischer Prozesse – Teil 2“

Vertiefung und Erarbeitung spezieller therapeutischer Informationen

Frühe traumatische Erfahrungen scheinen infolge des noch unreifen Kortex vor allem in impliziten Gedächtnisstrukturen gespeichert zu sein.  Erst jenseits des 18. postnatalen Lebensmonates werden der Hippocampus und die assoziativ-kortikale Struktur funktionsfähig: Langzeitgedächtnis, Symbolisierung und Reflexion werden möglich. Nicht traumatische frühe Erfahrungen können assoziativ nachholend in die weitere Selbst-Entwicklung einfließen, frühe Extremerfahrungen verbleiben implizit auf sensomotorischem Niveau, was lebenslang posttraumatische Verarbeitungsmuster in spätere Erfahrungen im Sinne der Angstbindung projiziert.

Deshalb fließen frühe insbesondere pränatale Traumaabbildungen auch in therapeutische Prozesse stumm als sensomotorische Matrizen ein und verhindern Integrationsvorgänge.

Ein psychotherapeutischer Prozess ist deshalb zwingend angehalten, diesen frühen Bereich der Erfahrungsbildung in die Therapie einzubeziehen.

Für das therapeutische Vorgehen ist wichtig, implizite Prozesse nicht assoziativ-regressiv-dynamisch zu intervenieren. Vielmehr müssen sich zunächst die Interventionen an dem speziellen impliziten Abbildungscharakter orientieren.

In Fortsetzung des am 18.3.2018 stattgefundenen Theorieseminars sollen Prozessindikatoren, stabilisierende und regressionsorientierte Techniken und Übertragungsspezifik dieser frühen Prozesse  in einem gesetzmäßigen Verlauf diskutiert und geübt werden. Es sind Übungselemente für bestimmte, auf die frühen strukturellen Möglichkeiten orientierte Abbildungsmöglichkeiten als Medium einer Rekonstruktion und Verarbeitung geplant

Einige Fallbeispiele zur Darstellung, ggf. Supervisionen sind erwünscht

Samstag, den 23.03.2019 von 15.00Uhr bis 19.15 Uhr = 5 UE ;   Sonntag, den 24.03.2019 von 09.00Uhr bis 16.15 Uhr = 7 UE, also insgesamt 12     Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten. Zwischen je   zwei Einheiten à 90 Minuten folgt eine Pause von etwa 15 Minuten, die Mittagspause am Samstag beträgt 90 Minuten.

OrtHotel  Astor, Bahnhofstr. 4, 04600 Altenburg.

 Kosten: 220,00 € für TeilnehmerInnen, die eine KV-Zulassung haben, 150,00 € für TeilnehmerInnen, die keine KV-Zulassung haben bzw. für  Studenten oder Auszubildende und Kunsttherapeuten. In den Teilnehmergebühren ist die Pausenversorgung und das Mittagessen am Samstag enthalten sowie auf CD ein Handout.

Übernachtung: Wir empfehlen das Hotel Astor www.hotel-astor-altenburg.de  gegenüber dem Bahnhof oder das Hotel am Rossplan  www.hotel-rossplan.com .

Anmeldung: (Link Termine / Termine Altenburg)  mit Nachricht an Ludwig Janus: janus.ludwig@gmail.com.

Bitte bei Anmeldung beachten: Anmeldung Teilnehmer mit KV – Zulassung und Anmeldung Teilnehmer ohne KV – Zulassung

Literatur:

Renate Hochauf (2007) Strukturdefizit und frühes Trauma.  Asanger, Kröning.

Renate Hochauf (2014)  Zugang analytischer Psychotherapie zu frühen Traumatisierungen. In: Evertz K, Janus l, Linder R (Hg.) Lehrbuch der Pränatalen Psychologie. Mattes, Heidelberg.

Renate Hochauf

Technikseminar zu Imaginativen Interventionen bei der Rekonstruktion früher Traumata (Fortsetzung)

Die Struktur schwerer Persönlichkeitsstörungen ist vor allem durch einen hohen Anteil präsymbolischer Repräsentanzen und dissoziativer (bzw. spaltungsdominierter) Abwehrvorgänge charakterisiert, was den Schluss zulässt, dass zentrale Symbolisierungsprozesse im Verlauf der Strukturbildung frühzeitig und schwer behindert wurden. Dissoziative Abwehrprozesse aber gelten unterdessen als Hinweis auf traumatische Erfahrungsanteile.

Finden in der vorsymbolischen Zeit schwere Traumatisierungen statt, können sich derartige Ereignisse infolge ihrer dissoziativen Abbildungsqualität nicht mit anderen Erfahrungen assoziieren und verdichten. Im Versuch ihrer reifungsbedingten Generalisierungsprozesse können sie später triggerbezogen auf Ersatzkonstellationen projiziert werden, was diese traumabezogen eingefärbt und ermöglicht, sie scheinbar „kontrollierend“ zu bewältigen. Diese analogen Verarbeitungsversuche, die oft eine kompensatorisch (rettende) bzw. negative (bedrohende) Bewertung aufweisen, lassen sich oft als Wegweiser zu traumatischen Erfahrungen nutzen und bedürfen, um hier therapeutische Erfahrungen vorwegzunehmen, nichtsymbolischer Interventionen.

Um diese körperlichen Notprogramme zu bearbeiten bedarf es eines methodischen Zuganges, der sich im Spektrum von Imagination, Körperarbeit und der Bearbeitung der Dynamik von innerem Kind – Regressionen und Introjektprägungen bewegt. Deren Einsatz muss sich an der Abbildungsspezifik früher Traumen orientieren, bei denen frühe Traumatisierungen eine besondere strukturelle Prägungsqualität anfordern.

Dafür eignen sich besonders imaginative Techniken, die sich mit unterschiedlicher Behandlungstechnik zwischen Stabilisierung, Kompensation und Traumarekonstruktion genutzt werden. Die Handhabung der  Rekonstruktion innerhalb dieses Spektrums soll in diesem Seminar über Selbsterfahrung reflektiert und geübt werden. Es werden Fälle vorgestellt bzw. Fälle der Teilnehmer werden referiert.

Diese Seminar ist eine Fortsetzung vorangegangener Veranstaltungen. Eine Teilnahme an vorausgegangenen Veranstaltungen als Voraussetzung ist nicht erforderlich.

Termin der Veranstaltung wird noch bekannt gegeben!

 

Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Kooperativen Bildungszentrum des
Basedow – Klinikums Saalekreis in Merseburg:

Renate Hochauf 

Curriculum:  Die Entstehung struktureller (früher) Defizite unter dem Aspekt einer Trauma – Folge – Störung

Supervisionsseminare 

Diese Veranstaltungen sind ein zusätzliches Angebot an Teilnehmer, die das Gesamtcurriculum weitestgehend absolviert haben. Sie beinhaltet Kombinationen aus der  Vermittlung neuer theoretischer und therapeutischer Erkenntnisse in der Traumatherapie Erwachsener, Kinder  und Jugendlicher als auch Selbsterfahrungs- und Technikdiskussionen (SE- Technikseminare) anhand konkreter Fallbeispiele. Es ist eine Weiterführung und Ergänzung der theoretischern Module und der Technikseminare.

Es wird gebeten, dass die Seminarteilnehmer eigene Fallbeispiele mitbringen, die dargestellt und diskutiert werden sollen. In den Technik- und SE- Vertiefungsseminaren wird überwiegend in Übungsgruppen (3-4 Personen) gearbeitet.

am 26.05. und 03.11.2018 von 09.00Uhr bis 16.00Uhr, Merseburg, Basedow -Klinikum

Termine 2019 werden noch bekannt gegeben!

Den Teilnehmerpreis bitte beim Klinikum erfragen!

Weitere Hinweise zu Veranstaltungen entnehmen Sie bitte dem Gesamtplan bzw. dem Link „Aktuelles“ auf unserer Homepage.