Auswärtige Veranstaltungen

Psychotherapeutische Praxis Denis, Zum Hasel 3, 88662 Überlingen Nussdorf / Bodensee

Einstiegsseminar zur besonderen Bedeutung und spezifischen Bearbeitung früher Traumata im Bereich prä-, peri- und postnatalen Entwicklungsstörungen:

Theoretische Einführung, psychoanalytisch konzeptioneller Behandlungsansatz unter Berücksichtigung neurobiologischer Spezifiken

 Renate Hochauf

Strukturelle Störungen stellen unterdessen einen hohen Anteil an Psychotherapiebedarf mit einer intensiven therapeutischen Begleitung dar. Sie sind Ausdruck einer sehr frühen existentiellen Leidensgeschichte und haben eine prägende Auswirkung auf die künftige Strukturentwicklung, die den Ausgangpunkt einer stabilen Selbstregulation darstellt.  Die lange unterschätzte Bedeutung sowohl der Bedeutung traumatischer Erfahrungen als auch deren besonders prägende Traumabelastung in der frühen Lebenszeit erlangt durch die psychischen Langzeitfolgen zunehmend therapeutische Aufmerksamkeit. Dieser Zeitraum betrifft die frühe Lebenszeit zwischen dem pränatalen Entwicklungsprozess bis etwa dem Ende des 2. Lebensjahres des frühen Kindes.  Besonders bei schweren Persönlichkeitsstörungen finden sich anamnestisch neben bedeutsamen Schwangerschafts- u/o Geburtskomplikationen ggf. auch frühe Misshand-lungserfahrungen. Gelingt es in einem therapeutischen Prozess, die anamnestischen Entwick-lungslinien bis zu ihren Anfängen zu folgen, lassen sich bei geeignetem Vorgehen frühe Extremerfahrungen bis in vorgeburtliche Lebenszeiten explorieren und bearbeiten. Die damit sichtbaren Traumatisierungen bewegen sich in einem Spektrum von schweren Komplikationen und Überlebenskrisen unter Schwangerschaft und Geburt, frühen Trennungen, Verlusten und Krankheiten, schwerwiegenden medizinischen Eingriffen, Hospitalisierungen, Vernachlässigungen sowie Misshandlungen. Derartige frühe Konstellationen scheinen neben ihrer gesamtemotionalen Eindrücklichkeit die grundsätzlichen Wahrnehmungs-, Reaktions- und Verarbeitungsschemata des Kindes in seiner regelhaften Früh- und Persönlichkeitsentwicklung therapieresistent zu prägen. Sie färben über frühe sensomotorische Matrizen den strukturellen Kern der Persönlichkeit traumabezogen ein. Damit wirken sie auf spätere Selbstentwick-lungsschritte, auf die Mentalisierung und Konfliktfähigkeit lebenslang ein, aber sie blockieren auch therapeutische Prozesse zu späteren Themen. Für eine intensive, traumaorientierte Arbeit an den frühen Themen ist ein modifiziertes analytisches Vorgehen geeignet: Deutungsfreie Arbeit über den Abruf von implizitem Material, bindungsorientiertes Bearbeiten, Parallelität zwischen dem Material und eine immer wieder Aktualisierung der Hierpräsenz des Prozesses, denn: Das Kernthema des frühen Struktur Defizits ist der infolge des Schocks stattgehabte Verlust (An)Bindung an und der Fähigkeit zur Bindung.  In klassischen Behandlungen der Psychoanalyse kommen diese Themen eher selten, und wenn dann meist nur supportiv orientiert zur Sprache. Damit verbleiben diese Themen in ihrer beschädigenden Wirkung auf die Persönlichkeitsentwicklung und sind nicht wirklich auflösbar. Vielmehr verhindern sie als Kern der Selbstregulation eine Reifung der Dynamik, denn diese kann sich früh nur entwickeln, wenn die über die frühen Traumata zerstörte Ganzheit des Selbst, wie sie uns in den frühen Abwehrmechanismen der Dissoziation, Spaltung und des Bindungsabrisses begegnet. Dazu hat die Säuglingsforschung und die nachfolgende Kleinkindforschung wichtigen Ergebnisse gebracht.

Die Vernachlässigung dieser Ergebnisse hat nicht nur auf die strukturelle frühe Entwicklung des betroffenen Kindes einen prägenden Einfluss, sondern auch auf dessen späteren Chancen in therapeutischen Prozessen. 

Schwerpunkte der Veranstaltung

Einführung eines modifiziert – psychoanalytischen Ansatzes zur frühen           Strukturentwicklung: frühes Trauma und Struktur

  • Bindung, implizites Erleben und Selbstregulation
  • Neurobiologische Grundlagen und klinische Relevanz
  • Fallvignetten und therapeutische Einordnung
  • Frühstörung und Kinderwunschthematik
  • Diskussion eigener Fälle 

Termin: Samstag 27.06. und Sonntag 28.06.2026

Der Seminar-Ort: Zum Hasel 3, 88662 Überlingen Nussdorf

Zugang zum Tiefparterre über Außentreppe, daher nicht behindertengerecht

Beginn Samstag 10:00 Uhr bis 19:15 Uhr, Ende am Sonntag 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr.insgesamt 16 UE bzw. je 8 Doppelstunden.

Fortbildungspunkte sind bei der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg beantragt und zwischenzeitlich anerkannt.  Eine Anerkennung durch die Landesärztekammer kann ggf. erfolgen.

Die Kursgebühr beträgt 250 € (ohne geplantes Catering), Anmeldung erfolgt über idenis@ideprax.de

Die Veranstaltung findet ab 8 angemeldete Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer statt und ist begrenzt auf 12 Personen.

weitere Hinweise

vom Bahnhof Überlingen-Nußdorf 1,1 km zum Seminar-Ort
mit Bus 7395, Haltestelle „Nußdorf Dorfgemeinschaftshaus“, 400 m zum Seminar-Ort Parkplätze gibt es im Umkreis von ca. 300 m, auch auf der anderen Seite der Bahnlinie, über die Unterführung, zu finden.

Wegen der Touristensaison empfiehlt es sich, bald eine Unterkunft zu buchen.(www.nussdorf-bodensee.de oder www.nussdorf.ueberlingen.de ) 

Anmeldung bitte direkt unter idenis@ideprax.de (Titel, Name, Vorname, Adresse, E-Mail)

 

München (Institut für Kunst und Therapie in Gauting)

26.02.2026 bis 27.02.2026 Fortbildungsreihe „Trauma und Strukturdefizit“ zur Erlangung Titel: „Kunsttherapeutischer Fachberater in Psychotraumatologie“  Modul IV  “ Strukturelle Störungen als frühe Traumafolgestörung „Ltg. Dr. phil. Dipl. Psych.  Renate Hochauf

25.06.2026 bis 26.06.2026 Fortbildungsreihe „Trauma und Strukturdefizit“ zur Erlangung Titel: „Kunsttherapeutischer Fachberater in Psychotraumatologie“  Modul VIII “ Methodische Möglichkeiten des Abrufs der frühen präsymbolischen Prägungen / Abbildungen“ Ltg. Dr. phil. Dipl. Psych.  Renate Hochauf 

Arbeitszeiten jeweils Donnerstag von 13:00 Uhr bis 21:00 Uhr und Freitag von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr weitere Informationen: www.kunsttherapie-ikt.de

Anmeldung zur Fortbildungsreihe über das IKT in Gauting (Institut für Kunst und Therapie München)

 

 

Bildungszentrum St. Benedikt in A-3353 Seitenstätten – Österreich

nächste Veranstaltung in 2027 Sonderseminar Strukturdefizit als frühe Traumafolge  oder  die Rückkehr der Traumatherapie in der Psychoanalyse Teil X – Technik- und Supervisionsseminar sowie Einzelsupervisionen der TeilnehmerInnen, Ltg.: Dr. Renate Hochauf (geschlossene Gruppe), Montag, Mittwoch am Nachmittag und Donnerstag am Vormittag Einzelsupervisionen, Dienstag ab 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr und am Mittwoch von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr Seminar

Die Veranstaltung findet im Bildungszentrum St. Benedikt in A-3353 Seitenstätten Österreich statt

 

 Institut  für Psychotherapie und angewandte Psychoanalyse Jena e.V. 

23. 01., 17.04. und 03.07.2026(weitere Termine für III. und IV. Quartal folgen) Gruppensupervision  zum   Curriculum: „Traumatherapie“; Ltg.: Dr. Renate Hochauf, Arbeitszeiten: Freitag von 15:00 Uhr bis 18:15 Uhr  Die Veranstaltungen finden im Wechsel  in der Akademie für Traumafolgestörungen Altenburg , Friedrich – Ebert – Str. 11, 04600 Altenburg und  am Institut für Psychotherapie und angewandte Psychoanalyse (IPPJ), Fischergasse 2, Jena statt.

 

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