Veranstaltungen 2026

Altenburg Akademie für strukturelle Traumafolgestörungen Altenburg GbR

Renate Hochauf

Technikseminare  zum Theoriekurs „Strukturelle Defizite als frühe Traumafolge – Akzente einer psychoanalytischen  Prozessreflexion“

Traumatisierungen vor allem im vorsymbolischen Alter haben eine besonders prägende Wirkung auf die künftige Strukturentwicklung. Daraus entstehende posttraumatische Syndrome sind strukturimmanent. Sie zeichnen sich durch eine sensomotorisch – affektive Reaktivierbarkeit, symptomatische Körperfixierung und Besonderheiten der Übertragungsgestaltung aus, da das eigentliche Traumageschehen nicht symbolisierbar ist. Die Struktur von schweren Persönlichkeitsstörungen ist deshalb durch einen hohen Anteil präsymbolischer Repräsentanzen und dissoziativ-spaltungsdominierter Abwehrvorgänge charakterisiert, d.h. zentrale frühe Symbolisierungsprozesse (der Beziehungserfahrung) wurden frühzeitig behindert. Dissoziative Abwehrprozesse gelten jedoch als Hinweise auf traumatische Erfahrungen.

Finden in vorsymbolischer Zeit – also im vorgeburtlichen Raum, dem Säuglings- und Kleinkindalter ca. bis zum 2. /3. Lebensjahr, mit fließenden Übergängen bis zur Schulreife – schwere Traumatisierungen statt, können sich diese Erfahrungen infolge ihrer dissoziativen Abbildungsqualität nicht mit „gesunden“ Erfahrungen verknüpfen, bleiben, isoliert, subkortikal fixiert, triggerbezogen und sind damit nicht symbolisierbar.

Mit diesen präsymbolischen Qualitäten sind wir im Zusammenhang mit einer durch frühe Traumata gekennzeichneten Lebensgeschichte bei  jedem therapeutischen  Vorgehen konfrontiert: Diese Störungen (Symptome, Befindlichkeiten, Zusatände, Interaktionen) sind nur begrenzt mit verbalen bzw. symbolisch – dynamisch  orientierten Interventionen behandelbar. Um wirksam Einfluss nehmen zu können, bedarf es des Einsatzes von Methoden und Techniken, die sich sowohl für stabilisierende als auch traumarekonstruktive Interventionen an der Abbildungsspezifik präverbaler traumatischer Erfahrungsprägungen orientieren, d.h. nicht symbolisch, situationsbezogen, mit Kontextverlust. Das bedeutet, einen Abruf früher traumatischer Prägungen bei gleichzeitiger Transformation in einen neurobiologisch verarbeitbaren Zustand anzuzielen, letztlich in den damaligen  Kontextzusammenhang zu transportieren. Die stringente Interventionslinie der Verknüpfung von psychosomatischen Zuständen und Neurobiologie einer solchen Arbeit führt vom Körper und den  sensomothtorischen „Amygdala“-Zuständen zum Bildgedächtnis des Hippokampus und des Neokortes, psychisch über die Parallelisierung von traumatisch-situativen Zuständen gegenüber dem aktuellen Jetztkontext zu einem distatnzierbaren Traumaerlebnis.

Die beiden Veranstaltungen in 2026 sind als Fortsetzung gedacht. Auf der Basis  der Grundkurse und der vorherigen Technikseminare werden besonders problematische Prozessverläufe an Beispielen über einen längeren Prozessverlauf dargestellt und bearbeitet. Die Teilnehmer sind angehalten, diese bzw. solche Fälle mitzubringen.

Freitag, 27.03.2026 von 10:00Uhr bis 17:45Uhr = 8 UE

Sonnabend, 28.03.2026 von 9:00Uhr bis 16:00Uhr = 7 UE

Freitag, 13.11.2026 von 10:00Uhr bis 17:45Uhr = 8 UE

Sonnabend, 14.11.2026 von 9:00Uhr bis 16:00Uhr = 7 UE

Seminarraum Akademie für strukturelle Traumafolgestörungen Altenburg, Friedrich-Ebert-Str. 11

Kosten:  260,00€ einschl. Pausenversorgung

Fortbildungspunkte (15) sind beantragt

Das Technikseminar ist begrenzt auf 12 Teilnehmer bzw. Teilnehmerinnen (Gruppenarbeit) und findet ab 8 statt. 

 

 

Gauting (bei München) Institut für Kunst und Therapie

Die Fortbildungsreihe „Trauma und Strukturdefizit wird über das IKT organisiert. Teilnehmemeldungen über das  IKT